Starke Partnerschaft
Am 16.11.24 war das Studierendenwerk Darmstadt zu Gast beim Crous Grenoble Alpes. Bénédicte Corvaisier, Direktorin des Crous Grenoble Alpes, sowie Wolfgang Rettich, Geschäftsführer des Studierendenwerks Darmstadt, haben eine Partnerschaftsvereinbarung zwischen den beiden Einrichtungen unterzeichnet.
Wolfgang Rettich (Geschäftsführer Studierendenwerk Darmstadt), Bénédicte Corvaisier (Direktorin des Crous Grenoble Alpes)
Die Partnerschaftsvereinbarung sieht einen interkulturellen Austausch zwischen den Mitarbeiter*innen der beiden Einrichtungen vor, der sich auch für Studierende aus beiden Gebieten öffnen könnte.
Wolfgang Rettich: "Ich danke dem Crous Grenoble Alpes für die Aufnahme unserer Gäste. Ich freue mich sehr, gemeinsam die Partnerschaft zwischen unseren beiden Einrichtungen zu konkretisieren, die ein starkes Symbol für die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern ist. Besonders in diesem Moment mit den Kriegen, die in der Welt präsent sind. Ich bin sehr beeindruckt von dem Gebäude „Muse“ in Grenoble und dem Campus-Projekt, das es darstellt."

Historie
Delegation des Studierendenwerks Darmstadt zu Gast beim Crous Grenoble Alps
Eine gemischte Delegation des Studierendenwerks Darmstadt ist in diesem Jahr im Rahmen des partnerschaftlichen Austauschs vom 1.- 4. Juli nach Grenoble gereist. Diese bestand neben der stellvertretenden Geschäftsführerin Dagmar Göttmann, auch aus Katja Jans (Leitung der Unternehmenskommunikation), Marta Kozlowska (Assistenz der Abteilungsleitung Beratung und Soziales und Interkulturelles), Ruth Leber (Sachbearbeitung im Wohnservice), Christoph Löwel (Produkt- und Sortimentsentwicklung in der Hochschulgastronomie), Mohamed Trabelsi (Mitarbeitender in der Küche), Anna Ulmer (Sachbearbeitung in der Hochschulgastronomie) und die beiden Studierendenvertreterinnen aus dem Verwaltungsrat Sabine Dotterer und Emily Kordis.

Unsere Delegation 2025
„Grenoble steht bei uns im Studierendenwerk Darmstadt für mehr als nur eine beliebige Stadt in Frankreich“, so Dagmar Göttmann. Was steckt hinter dieser Partnerschaft? Was bringt uns der Austausch, die Zusammenarbeit? Eine Fahrt nach Grenoble ist mehr als eine Dienstreise. Mit der Vereinbarung dieser Partnerschaft haben wir uns gegenseitig verpflichtet, den fachlichen Austausch zu pflegen, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Dagmar Göttmann: „Auch, wenn unsere Rahmenbedingungen nicht vergleichbar sind, hat das Crous Grenoble Alpes das gleiche Ziel wie wir: den Studierenden ein guter study buddy zu sein, ihnen in der Zeit ihres Studiums zur Seite zu stehen.“
Und trotz der unterschiedlichen Rahmenbedingungen lohnt sich der Blick über die Grenze:
- Wie geht man in Frankreich mit den Bedarfen und Herausforderungen der Studierenden um?
- Wie arbeiten die Abteilungen des dortigen Studierendenwerks zusammen?
- Wie organisiert die Hochschulgastronomie ihren Alltag?
- Wie werden die Wohnheime betrieben?
- Worin liegt der Unterschied zwischen unserem Bafög und den dortigen „Stipendien“?
- Welche Ideen könnten auch für uns interessant oder anpassbar sein?
Auch in diesem Jahr haben wir in Grenoble wieder viele spannende Einblicke gewonnen. Das Crous Grenoble betreut fast 100.000 Studierende in Grenoble selbst und am Standort Annecy. Unsere Delegation hatte die Möglichkeit, sich beide Standorte anzuschauen und wurde an beiden von den dortigen Kolleginnen und Kollegen jeweils herzlich willkommen geheißen.
Die erhaltenen Eindrücke werden wir nun besprechen, auswerten und prüfen, welche Ansätze wir bei uns aufgreifen können. Einige finden wir klasse, können diese aber aus unterschiedlichen Gründen nicht übernehmen. Um nur ein Beispiel zu nennen: in ganz Frankreich können Studierende mit ihrer Studi-Karte in allen Mensen und Bistros für 3,30 Euro essen. Der günstige Preis ist möglich aufgrund der Subventionierungen, der „Frankreich-weite“ Einsatz ist möglich, weil es dort nicht wie bei uns Bundesländer gibt, die unterschiedliche Subventionen vornehmen. – Und auch wenn wir das ganz große Klasse finden: in unseren Mensen und Bistros können wir die Studi-Karte aus Heidelberg, Berlin, Hamburg etc. nicht akzeptieren.
Im kommenden Jahr wird uns eine Delegation aus Grenoble besuchen. Weiterhin wird für 2027 wieder ein Besuch der Kolleginnen und Kollegen in Grenoble geplant.

Dagmar Göttmann übergibt dem Geschäftsführer des Crous Boris Targe unser Gastgeschenk.
Führungsteam des Crous Grenoble in Darmstadt zu Gast
Das Crous Grenoble Alpes unterstützt Studierende aus Isère, Savoie, Drôme und Ardèche in ihrem täglichen Leben während ihrer Hochschulausbildung. Bei dem zweitägigen Treffen wurden Weichen für eine mögliche langfristige Kooperation gestellt. Ein Gegenbesuch in Grenoble ist angedacht.

Die französischen „Crous“ haben ganz ähnliche Kernaufgaben wie die deutschen Studierendenwerke. Zu vielen Fragen hinsichtlich der sozialen Unterstützung/Versorgung der Studierenden ergab sich daher ein intensiver Austausch – etwa beim Besuch mehrerer Einrichtungen des Studierendenwerks: Mensen, Campusrestaurant Schöffers, Wohnanlagen.

Beeindruckend: der Sachverstand und die Detail-Kenntnis der französischen Fachleute, gleichgültig ob es um den Einkauf für die Hochschulgastronomie, das Wohn- und Gebäude-Management, um Nachhaltigkeitsthemen oder um die soziale Unterstützung bzw. um den Beratungsbedarf Studierender ging.
Gemeinsame Arbeitsprojekte sind zu vielerlei Themen denkbar: ressourcenschonende Lösungen für die Außenanlagen von Wohnheimen oder etwa der gegenseitige Austausch von Köchinnen/Köchen. Ein wichtiges gemeinsames Interesse ist die Beachtung der Anliegen internationaler Studierender. Unterstützende Maßnahmen für Studierende, die im Rahmen des europäischen „Unite“-Programms Auslandssemester in Grenoble bzw. Darmstadt absolvieren, könnten daher in den Fokus geraten.

Das Besuchs-Programm beinhaltete folgerichtig auch eine Zusammenkunft mit dem Vizepräsidenten für Innovation und Internationales der Technischen Universität Darmstadt Prof. Thomas Walther und TU-Vertreter*innen von „Unite“. Die Mitwirkung von „Schnittstellen-Studierenden" (aus dem Verwaltungsrat, Tutor*innen, Werkstudierende) in dem Projekt ist gleichfalls ein entscheidender Punkt.
Durch eine Partnerschaft mit dem Crous Grenoble dazu beizutragen, 60 Jahre nach Abschluss des Élysée-Vertrags die französisch-deutschen Beziehungen aktiv zu stärken, macht somit aus Sicht des Darmstädter Studierendenwerks aus mehreren Gründen sehr viel Sinn.


