Umwelt-Managementsystem Ökoprofit“

Umweltvorsorge und wirtschaftliche Effizienz. Das Studierendenwerk führt ein Umwelt-Managementsystem nach „Ökoprofit“ ein

Das „Ökologische Projekt für integrierte Umwelt-Technik“ bedeutet für alle, die mitmachen, einen hohen Grad an Selbstverpflichtung: Die Teilnahme an der gleichnamigen Kooperation macht eine an anerkannten Standards orientierte Organisationsstruktur erforderlich – und vieles mehr.

Begleitet vom Energiereferat der Stadt Frankfurt und dem Umwelt-Beratungsteam „Arqum“ haben das Studierendenwerk und zehn andere teilnehmende Institutionen aus dem Rhein-Main-Gebiet zwei zentrale Ziele:

  • Einsparpotenziale und Verbesserungen in den Bereichen Energie und Emissionen, Wasser und Abwasser, Rohstoffe und Abfälle sowie im Bereich Mobilität,
  • die organisatorische Verankerung der Umweltvorsorge durch die Festlegung von Umweltleitlinien, Zuständigkeiten und Zielvorgaben.

Start der „Ökoprofit“-Runde 2019/20: Elf Institutionen des Rhein-Main-Gebietes werden systematisch Ressourcen sparen und ihre jeweilige Umwelt-Vorsorge überprüfbar verbessern. Für das Studierendenwerk dabei: Geschäftsführerin U. Laux, Controllerin C. Strauss, Leiter der Abteilung Hochschulgastronomie V. Rettig, Nachhaltigkeitsmanager G. Richarz. © Energiereferat / Holger Menzel  

 

Spätestens seit 2014 beschlossen wurde, Ökologie, Ökonomie und Soziales als Basis des gesamten Wirtschaftens auf Dauer strategisch zusammenzudenken, ist das Studierendenwerk auf dem Weg zu einer nachhaltigen Organisation. Ziel ist nicht nur Studierenden eine funktionierende soziale Infrastruktur bereitzustellen, sondern alle Strukturen und Abläufe im Unternehmen so zu verankern, dass sie der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung des Studierendenwerks gerecht werden.

Umweltorientiert handeln – überprüfbar und mit System

Dass Analysen, Maßnahmen und Ergebnis-Berichte in Sachen Ressourcenschutz bereits zum Repertoire des Studierendenwerks gehören, dürfte somit nicht überraschen. „144396 Liter Wasser, 25804 Kilowattstunden Energie, 10027 kg Holz und 2139 kg CO2 konnten 2018 durch die Umstellung auf 100 % Blauer-Engel-Recyclingpapier eingespart werden“ hieß etwa eine Meldung vom Januar 2019. Statements wie „Strom beziehen wir bereits zu 100 % aus erneuerbaren Quellen“, gehören in diesen Zusammenhang.

Schließlich sind im Leitbild des Studierendenwerks die Handlungsgrundsätze längst an Kriterien der Nachhaltigkeit ausgerichtet. Gleichzeitig wird dort auch die Bedeutung der Überprüfbarkeit von Zielen und die Notwendigkeit der Einführung von Daten- und Kennzahlen-basierten Management-Instrumenten betont. Die Zielerfüllung in Sachen Nachhaltigkeit inklusive Umweltvorsorge soll deshalb in einem betrieblichen Gesamtkonzept systematisiert und verstetigt werden. Ein Teil davon ist „Ökoprofit“.

Umwelt-Monitoring - zunächst am Standort Stadtmitte

Das Fixieren von Handlungsgrundsätzen beim betrieblichen Umweltschutz ist ein entscheidendes Element in der Startphase des Programms. Die von der Geschäftsführung formulierte „Umweltpolitik“ des Studierendenwerks ist die Basis für ein Umweltprogramm mit konkreten Umweltzielen und dazu passenden Maßnahmen. Ferner wird zum Projektstart die aktuelle Umweltsituation – zunächst am Standort Stadtmitte – bewertet. Sodann werden umweltrelevante Auswirkungen des Handelns ganzheitlich betrachtet und systematisch geprüft, um Ressourcen-Einsparungen, welche auch dem Klimaschutz dienen, realisieren zu können. Beim Studierendenwerk steuert dies ein vierköpfiges Umwelt-Team. Die getrennte Abfallsammlung in den Mensa-Gasträumen ist einer der ersten konkreten Schritte. Alle „Abfall-Fraktionen“ sollen, soweit möglich, der Wiederverwertung zugeführt werden.

Vernetzt die Auszeichnung erreichen

Bevor das Studierendenwerk im August 2020 als „Ökoprofit-Betrieb“ für den Standort Stadtmitte ausgezeichnet werden kann, müssen bundesweit einheitlich festgelegte Kriterien erfüllt werden. Umwelt-Auditoren prüfen die Umsetzung der Vorgaben vor Ort. In der Im Oktober angelaufenen einjährigen aktuellen Projektrunde sind u. a. die Biotest AG, die Stadt Dreieich und die Wirtschaftsförderung Frankfurt mit am Start. Ein regelmäßiger Austausch stellt sicher, dass geeignete Maßnahmen der Workshop-Partner angepasst und übernommen werden können.

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