Mensa-Müll

Wohin des Weges Mensa-Müll?

„Als brauchten wir zum Handeln einen neuen Klimabericht, einen neuen Schadensbericht über die Weltmeere, den Regenwald, die grassierende Armut. Aber aus all den Fakten ist keine Praxis entsprungen, die auf der Höhe der drohenden Zukunft wäre.” Diese Worte stammen aus dem Buch „Wer wir waren“ - geschrieben von Roger Willemsen, wortgewandter Publizist und Fernsehmoderator, der im Februar letztes Jahres mit seinem Tod den Durchschnitts-IQ in Deutschland mutmaßlich um 10 Punkte gesenkt hat. Grotesk wirkt diese fehlende Praxis bei der Betrachtung einiger Zahlen: 7 Milliarden Menschen leben auf der Welt. 1 Milliarde (1.000.000.000) davon hungern täglich. Das Dilemma wird umso tragischer, wenn man bedenkt, dass es laut Experten der New Yorker Rockefeller University möglich wäre 9 – 11 Milliarden Menschen zu ernähren. Nur 46 Prozent der Getreideproduktion wird von Menschen gegessen. Der Rest wird für Vieh und Maschinen verwendet.

Müll-Reste Mensa Darmstadt

Und dann ist da noch der Abfall …

Ca. 82 kg Essen wird pro Kopf in Deutschland weggeworfen. Zählen wir noch Handel und Industrie dazu, landen jährlich 11 Millionen Tonnen Essen im Müll. In der Mensa legen tausende Studierende Tag für Tag ihre Teller auf eines der Tablett-Laufbänder. Nach einigen Kurvenwindungen landen die leergefutterten Teller (und auch die etwas volleren, von Gästen denen es ausnahmsweise Mal nicht so geschmeckt hat) in der Spülküche. Werden die Reste jetzt einfach weggeworfen? Isst das eventuell noch jemand? Alles falsch: Speisereste, die auf dem Teller zurückbleiben, werden bei uns als „Nassmüll” an Entsorgungsfirmen abgegeben. Spezielle Maschinen sorgen dafür, dass die verbliebenden Speisereste vom Teller und Tablett direkt im Verwertungsabfall landen. Der Nassmüll wird zunächst vom Entsorger aufbereitet und dann zu Biogas verwertet. Gleiches gilt für nichtessbare Abfälle, die bei der Zubereitung der Speisen in der Mensa entstehen. Lose Ware, welche sich bereits im Verkauf befand oder Standzeiten überschritten hat, ist aus hygienischen Gründen zu verwerfen und darf nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Auch eine Weitergabe an die Tafel ist bei dieser Ware nicht möglich.

Maschinen "kratzen" die Reste vom Tablett

Nur so viel wie nötig

Um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, bereiten wir unsere Speisen chargenweise zu, sodass nur kleinere Mengen frisch und im nötigen Umfang für unsere Gäste bereitstehen. Damit wir möglichst wenig wegwerfen müssen, stellen wir zu Ende der Ausgabezeiten kleinere Chargen her. Dies erklärt auch, warum manche Gerichte zu bestimmten Uhrzeiten nicht mehr bei den Schautellern zu finden sind. Apropos Schauteller: Wir hoffen sehr bald diese Abfallquelle gegen eine digitale Lösung auszutauschen. Auch logistisch passiert etwas: Backwaren aus dem Bistro werden kurz nach Schließung in die LesBAR (ULB) zum Verkauf gebracht.

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